Toggenburger Original mit speziellem Geschmack
Über 200 Käsesorten werden entlang der Thur und des Neckers hergestellt. Eines der ursprünglichsten Produkte ist dabei der Bloderchäs. Gemäss Überlieferungen pflegten nomadisierende Völker aus dem Osten bereits früh die Käseherstellung ohne Lab. Diese Art der Produktion konnte sich über Jahrhunderte erhalten und entwickelte sich insbesondere im Toggenburg, Werdenberg und Liechtenstein weiter. Funde beweisen, dass bereits vor über 2000 Jahren auf den Hochalpen Sennereien betrieben wurden, welche Milch auf diesem Weg haltbar machten.
Trotz moderner Produktionsanlagen und strenger Vorgaben hat sich der Bloderchäs bis heute seinen ursprünglichen Charakter bewahrt. Seit 2010 ist die Spezialität sogar offiziell mit der Ursprungsbezeichnung AOP geschützt.
Für Laien lässt sich der Sauermilchkäse am ehesten mit einem Feta vergleichen. Zumindest was Struktur, Farbe und Konsistenz betrifft. Charakteristisch ist die feine, sehr eigene säuerliche Note, die etwas an Buttermilch erinnert.
Veredelt im Bauernrauch
Egal, ob man den Bloderchäs bereits kennt oder zum ersten Mal probiert: veredelt aus dem Bauernrauch ist er ein echtes Toggenburger Highlight.
Hergestellt wird der Käse vom Schwingerkönig und Käser Nöldi Forrer. Weiterverarbeitet wird er anschliessend von Metzgermeister Philipp Metzger in seiner traditionellen Räucherkammer. Durch die Räucherung mit Echtholz verändert sich nicht nur der Geschmack, sondern auch die Konsistenz des Käses. Der Bloderchäs wird etwas trockener und erhält eine angenehm rauchige Note, die hervorragend mit seinem säuerlichen Grundcharakter harmoniert.
Wie bei jedem guten Käse gibt es unzählige Möglichkeiten, ihn zu geniessen. Unser persönlicher Tipp: in mundgerechte Würfel schneiden, mit etwas Olivenöl und Balsamico beträufeln und mit eine Prise frisch gemahlenen Pfeffer verfeinern. Perfekt als Apéro mit einem Stück Brot oder als Garnitur auf einem Sommersalat.